Stuttgarter Nachrichten vom 15.12.2011
Der Doppelhaushalt hat wie erwartet nicht die Forderungen erfüllt. Nachfolgend ein Ausschnitt aus der Tagespresse.
"Zündstoff boten aber auch die Kindertagesstätten und die wirtschaftliche Situation mancher Kinder in Stuttgart. Die Initiative „Reiche Stadt – arme Kinder“ forderte massive Investitionen in Kinder und Bildung. Zahlreiche Eltern und Kinder sowie Verdi-Gewerkschafter waren nach einem Aufruf des Gesamtelternbeirats der städtischen Kitas ins Rathaus gekommen. Der Elternbeirat verlangt mehr Betreuungsplätze für Kinder und bessere Arbeitsbedingungen für das Personal. In nahezu jeder Einrichtung sei aufgrund des Personalmangels durchschnittlich eine Stelle nicht besetzt, erklärte der Gesamtelternbeirat. Er kritisierte „die geplanten Kürzungen beim Ausbau der Kitas“ und eine geplante „massive Kürzung bei der Neuschaffung von Personalstellen“. Was im Rathaus bisher geplant ist, reicht den Elternbeiräten offenbar nicht.
OB Wolfgang Schuster, der vor allem von Stuttgart-21-Gegnern mit Transparenten massiv angegangen wurde, erntete Pfiffe für seine Hinweise auf die Bedeutung der angepeilten Investitionen. Seit Jahren habe es keine Etatposten gegeben mit so starkem Zuwachs wie diesmal bei Schulen und Kitas. Im Gemeinderat gebe es eine „ganz große Koalition für eine kinderfreundliche Stadt“.
In der Zweiten Lesung hatten die Stadträte und die Verwaltung sich auf einen Ausbau der Schulgebäudesanierungen, der Ganztagsschulen und der Kinderbetreuung im Vergleich zum letzten Haushalt verständigt. In der Ersten Lesung hatten die Fraktionen zwar vor allem bei den Stellenschaffungen noch mehr Wünsche gehabt, sie mussten sie aber teilweise mangels Einnahmen reduzieren. Dennoch werden jetzt 120 zusätzliche Stellen in den Kitas geschaffen."
Aktualisiert (Montag, 19. Dezember 2011 um 10:51 Uhr)


